Mai 20, 2020
Elektronik

Gedruckte Elektronik für Medizin und Freizeit

Als Innovationsführer engagiert sich VARTA intensiv in einer Vielzahl von Forschungsprojekten, unter anderem auch für gedruckte Elektronik. Ziel ist es, bestehende Anwendungsmöglichkeiten zu optimieren und neue zu erschließen. Forschung und Entwicklung bilden bei VARTA eine tragende Säule des Unternehmenserfolgs. Der Batteriekonzern erforscht die gedruckten Batterien verschiedener elektrochemischer Systeme und kooperiert in punkto Batterie-Kompetenz und Batterie-Innovationen als Partner mit Universitäten und Wissenschaft. Seit dessen Start Anfang 2019 engagiert sich VARTA zum Beispiel in dem Projekt BEWELL. Dort sollen Integrations- und Fertigungstechnologien entwickelt werden, die für das Tragen von intelligenten Hautpflastern und Handgelenksgeräten – smarte Uhren und Armbänder – erforderlich sind. Das BEWELL-Projekt zielt insbesondere darauf ab, das Potenzial flexibler und tragbarer Elektronik für das physische und emotionale Wohlbefinden durch in Europa hergestellte fortschrittliche integrierte Technologiekomponenten freizusetzen.

Flach, biegsam und leistungsstark: VARTA erforscht die gedruckten Batterien verschiedener elektrochemischer Systeme. Bild: VARTA Microbattery GmbH

Sensoren und Aktoren auf der Haut
Ein weiteres Forschungsvorhaben ist OxiFlexIt. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines mobilen Überwachungssystems für arteriosklerotische Gefäßerkrankungen. Im Mittelpunkt steht dabei die dreidimensionale Echtzeit-Darstellung der Sauerstoffsättigung in den analysierten Körperbereichen. Das Messsystem besteht aus einem oder mehreren wieder verwendbaren Messmodulen, einem Pflaster, das die Batterie und Antenne des Systems trägt, und einer APP für die Kommunikation und die Datenverwaltung. Zum Einsatz kommen soll das Monitoringsystem in ambulanten Fällen, während oder nach einem Eingriff oder einer Operation und in der Rehabilitation. Darüber hinaus soll OxiFlexIt neue Anwendungsfelder, beispielsweise im Sport, entwickeln. Denkbar ist, Marathonläufern die Möglichkeit zu verschaffen, die Sauerstoffsättigung während des Wettkampfs ständig im Blick zu behalten und auf diese Weise Überlastungen zu vermeiden. „Gerade die Möglichkeit, sowohl im medizinischen als auch im Freizeit- und Sportbereich neue Anwendungen für gedruckte Elektronik zu entwickeln ist für uns als Batteriespezialisten von großer Wichtigkeit“, betont Projektverantwortlicher Dr. Martin Krebs, VARTA Microbattery GmbH.

Erhöhte Energiedichte für CoinPower-Serie
Leistungsstarke und sichere Mikrobatterien bietet VARTA mit Lithium-Ionen Knopfzellen, der CoinPower-Serie. Mit ihrer kompakten und stabilen Bauweise sind die CoinPower-Zellen die ideale Energiequelle für Wearables und Hearables. VARTA erhöht deren Energiedichte jetzt um rund 30 Prozent. Die Energiedichte ist entscheidend für die neuen Generationen an Headsets, bei denen immer längere Laufzeiten im Mittelpunkt stehen.

Erst kurz zuvor hatte VARTA eine Erhöhung der Energiedichte um 15 Prozent angekündigt. Das bedeutet, bei einer für Headsets typischen Batterie mit 14 mm Durchmesser (CP1454) werden dadurch statt bisher 85 jetzt knapp 100 mAh erreicht. Aufgrund weiterer Verbesserungen in der Elektrochemie, noch präziserer Fertigungstechnologie und Optimierung der Zellen werden dann im zweiten Halbjahr bei einer solchen Type sogar 110 mAh erreicht.

Quelle: VARTA Microbattery GmbH