November 05, 2019
Produktionstechnik Klebstoffe

Klebstoff für die sterile Umgebung

Viele medizinische Produkte werden verpackt und sterilisiert. Dabei kann es sich um ein Pflaster, ein medizinisches Tape, ein OP-Tuch bis hin zu einer EKG-Elektrode handeln. All diese genannten Produkte sind mit Klebstoff ausgerüstet. Auch die Verpackung ist oft mittels Klebstoff verschlossen oder versiegelt. Der Klebstoff muss in der Lage sein, die gängigen Sterilisationsverfahren ohne Änderungen seiner Eigenschaften zu überstehen. Darüber hinaus müssen die sterilen Eigenschaften des Produktes über einen langen Zeitraum gewährleistet sein.

Bilder: artimelt AG

Bei diesen verschiedenen Klebstoffen unterscheidet man Klebstoffe für den direkten Hautkontakt und solche die als Laminier-Klebstoffe eingesetzt werden und nicht im direkten Kontakt mit der menschlichen Haut stehen. Klebstoff für den direkten Hautkontakt wird für die Herstellung von Pflaster eingesetzt. Wie der artimelt M11.1506, der sich sehr gut für sensitive Haut eignet. Operationstücher sind häufig mehrlagig aufgebaut. Die einzelnen Lagen werden mit einem Laminier-Klebstoff, wie zum Beispiel artimelt M12.317, miteinander verbunden. Zum Teil wird auch noch ein selbstklebender Randstreifen aufgebracht und das Tuch so auf der Haut des Patienten fixiert. Dafür eignet sich artimelt M11.1566 sehr gut.

Auch zur Herstellung von EKG Elektroden wird Laminier-Klebstoff eingesetzt, um die einzelnen Komponenten dauerhaft und sicher miteinander zu verbinden. Dieser ist bei Raumtemperatur in einem trockenen und nicht selbstklebenden Zustand. Sobald man ihn aber erwärmt, wird er weich und entfaltet seine klebenden Eigenschaften. Mit leichtem Druck an das Substrat angedrückt, verbindet er sich dann mit diesem. Dieser Klebstoff unterscheidet sich von einem Haftklebstoff (PSA), der dauerklebrig ist und mit einem Release-Liner abgedeckt werden muss.

Bei der Sterilisation stellt sich immer die Frage: Was passiert mit dem Klebstoff?! Verändert der Klebstoff seine Form, Farbe, Geruch, etc.? artimelt hat eine umfassende Studie vorgenommen und ausgewählte artimelt Klebstoffe einzelnen Sterilisationsmethoden unterzogen:

Ethylenoxidsterilisation (EtO)
Gamma-Strahlung
X-Ray (Röntgenstrahlung)

Als Beispiel werden die Untersuchungsergebnisse des artimelt M11.1566, einem Klebstoff für Pflaster und Tapes, aufgeführt.

Die Grafik zeigt die Veränderung der Adhäsions- und Kohäsionswerte nach erfolgter Sterilisation.

Die „0-value“ Werte stellen die Klebstoff-Eigenschaften vor der Sterilisation dar. Je nach angewandter Methode sind kaum Abweichungen festzustellen. Der Klebstoff behält somit seine ursprünglichen Eigenschaften nahezu bei. Es sind sogar positive Auswirkungen durch den Sterilisationsprozess zu beobachten. Die Kohäsion, und somit die innere Festigkeit, steigt an und das bei gleichbleibender Adhäsion! Basierend auf der Studie können wir sagen, dass die Klebstoffe von artimelt für die Sterilisation problemlos geeignet sind.

Quelle: artimelt AG